Bundesuntersuchung wegen Versuch, sich als Stabschef des Weißen Hauses Susie Wiles auszugeben

US-Bundesbehörden untersuchen einen Vorfall, bei dem ein Täter versucht hat, sich als Susie Wiles — Stabschef des Weißen Hauses — auszugeben, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Quellen.

Wiles teilte Kollegen mit, dass ihr persönliches Mobiltelefon gehackt wurde, was dem Nachahmer Zugang zu ihren privaten Kontakten verschaffte. Der Vorfall betrifft ausschließlich ihr persönliches, nicht ihr dienstliches Telefon.

Laut WSJ erhielten Senatoren, Gouverneure und Führungskräfte großer US-Unternehmen in den letzten Wochen Anrufe und Nachrichten von einer Person, die vorgab, Wiles zu sein.

Das Weiße Haus kommentiert die Situation derzeit nicht. FBI-Direktor Chris Wray betonte, dass das FBI Bedrohungen für den Präsidenten, sein Team und die Cybersicherheit der Verwaltung sehr ernst nimmt.

Dieser Vorfall ist Teil eines größeren Problems der Informationssicherheit im Weißen Haus. Anfang dieses Monats wurde das Kommunikationssystem des ehemaligen nationalen Sicherheitsberaters von Trump gehackt. Ende letzten Jahres beschuldigten die USA China einer groß angelegten Cyber-Spionage-Kampagne namens „Salt Typhoon“, die auf hochrangige Beamte abzielte.

Da Wiles eine Schlüsselperson in der Trump-Administration ist, ist ihr persönliches Telefon für viele ausländische Geheimdienste von Interesse. Es ist bekannt, dass sie bereits Ziel von Hackerangriffen war, unter anderem während der Präsidentschaftswahlkampagne 2024, als Angreifer, die vermutlich mit dem Iran verbunden sind, ihre Nachrichten unter Journalisten und Politikern verbreiteten.